Wandersport Termine  

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20

20.05.2012 - 03.06.2012
An Saale und Unstrut nach Naumburg

06
03

03.06.2012 - 24.06.2012
An den Main nach Kitzingen im Fränkisches Weinland

07
09

09.07.2012 - 21.08.2012
Sommerferien 2012

08
04

04.08.2012 - 26.08.2012
An diverse Seen nach Berlin / Bad Saarow

08
24

24.08.2012 - 26.08.2012
Herrentour nach Wolf/Mosel

09
01

01.09.2012 - 22.09.2012
Bodensee

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03

03.10.2012
Tag der Deutschen Einheit

10
08

08.10.2012 - 20.10.2012
Herbstferien 2012

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01

01.11.2012
Allerheiligen

12
25

25.12.2012
1. Weihnachtstag

   
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2010 Boddengewässer Rügen

Urlaub in Schaprode

Wir, dass sind Beate, Barbara, Lothar und ich, Axel, waren vom 28.08. bis zum 18.09. in Schaprode auf der Insel Rügen.

Der Campingplatz ist einer der wenigen auf Rügen, der von der Lage für Paddler geeignet ist. Der Sandstrand ist nur durch einen, von Fußwegen unterbrochenen, Erdwall vom Platz getrennt. Im Idealfall keine 100m bis zu nassen Füßen. Nachteil: die Sanitäreinrichtungen sind sauber, entsprechen aber bei weitem nicht dem Preis. Gemäht wird oft aber ohne Fangkorb. Das Ergebnis ist unvermeidlich auf dem Vorzeltboden zu bewundern.
Am ersten Vormittag wurde Schaprode erkundet, gerade groß genug, das ein kräftiger Regenschauer ausreichte uns bis auf die Haut nass zu machen. Wieder trocken wurde unser Faltbootzweier „Plünne“ aufgebaut und der Umstand, dass nun alles einsatzbereit war mit einem Aufbaubier gewürdigt (Faltbootfahrertradition).
Die erste Ausfahrt stand Tags darauf auf dem Programm. Lothar hatte auf seinem GPS-Navigator eine schöne Strecke entlang der Westküste Rügens auf dem Schaproder Bodden nach Norden ausgearbeitet. Nur, Remmlings fuhren nach dem Motto:“ das Ziel ist zu sehen, also hin“, statt dem Küstenverlauf zu folgen, den direkten Weg. Barbara stellte, den Seehof am Stolper Haken Steuerbord querab habend fest: „ Nach Vitte auf Hiddensee ist es eigentlich nicht mehr weit. Lasst uns doch dahin fahren.“ Taten wir auch. Nach einer Runde vor der Vitter Hafeneinfahrt mit regem Fährverkehr gingen wir auf Kurs Süd, zwischen Hiddensee und der Fährinsel hindurch. Landschaftlich ist das ein sehr schönes Stück. Schilfufer dahinter kleine mit Ried gedeckte Katen und die leicht hügelige Kulisse Hiddensees. Auf der anderen Seite offenes Wasser bis Schaprode. Und da mussten wir wieder hin. Kurs SE bei nördlichem Wind wurden wir ohne viel Paddelarbeit hinüber geschaukelt, ab und zu aufgeweckt durch die mit hoher Geschwindigkeit zwischen Schaprode und den Häfen Hiddensees pendelnden Wassertaxis. Fahrstiel: Taxifahrer halt!
Da die Beine ja auch eine Daseinsberechtigung haben, wurden auch Radwanderungen unternommen. Fazit: von manchem Radweg auf Rügen bleibt man besser mit dem Rad weg. Die Möglichkeit, dass man sonst das erste Bier verschlabbert ist durchaus gegeben.
Auch Geschichte und Kultur haben auf Rügen ihren Platz. Ein Besuch in Prora, der nie fertig gestellten fast fünf Kilometer langen KDF Naziurlaubsfabrik für bis zu 20000 Menschen stimmt sehr nachdenklich. Der Bummel durch Binz mit seiner sehrschön restaurierten Bäderarchitektur bei mächtig steifer Briese ist Genuss. Ebenso wie Stralsund oder Greiswald und, um zurück auf Rügen zu kommen, der Circus von Putbus mit seinen weißen, genau im Kreis gebauten sechzehn Häusern. Auch eine Reise wert ist Sassnitz und eine Fahrt mit dem Dampfer entlang der Stubbenkammer genannten Kreideküste.
An einem Tag  wurde eine Radtour nach Wiek  auf der Halbinsel Wittow gemacht, auch um zu sehen wie die im Jübermann Atlas TA6 eingezeichnete Aus/Einsatzstelle im Hafen aussieht. Auf Nachfrage beim Hafenmeister erfuhren wir: die gibt’s hier nicht. Paddeln im Hafen ist verboten! Außen an der Mole ist eine Blechtreppe, Schwimmtreppe genannt, darauf wurden wir verwiesen. Nach Wiek sind wir trotzdem gepaddelt, ein herrliche Tour bei auf Rügen seltenem leichtem  Wind bis Stärke 3 Beaufort (Bft). Ausgestiegen sind wir vorher an einem kleinen Sandstrand mit stark faulig riechendem Seegras kurz vor dem Hafen.
Auch eine Tour Richtung Neuendorf auf Hiddensee war sehr schön. Auf der Überfahrt frischte der vorher ehr leichte, also seltene, Wind auf und drehte von Ost auf Nordost.
Auch der Neuendorfer Hafen hat keine Anlandemöglichkeiten für Paddler. Nur einen Strand außerhalb des Ortes. Sehr schön ist die Fahrt von hier vorbei am Leuchtfeuer Gellen bis zur Grenze des Sperrgebietes. Von dort sind wir durch ein Missverständnis statt nach Umanz auf direktem Kurs NE gegen den inzwischen auf gute 4+ Bft aus genau dieser Richtung, zurück nach Schaprode. Mit weich durch die Wellen laufenden Booten ein vergnügliches Austoben. Hier ist ein schmerzhafter Verlust zu vermelden: Barbara wurde ihre Lieblingsmütze vom Kopf geweht und bei dem anschließenden Mützeüberbordmanöver mit dem Paddelblatt versenkt.
Erwähnenswert ist, dass auf den ganzen Boddengewässern durch das extrem flache Wasser eine kurze und steile Welle steht. Der Abstand zwischen brechenden Wellen ist in der Regel bei 4 Bft deutlich unter fünf Metern. Bis 100m Entfernung vom Ufer ist die Wassertiefe oft nur bis zu 50cm. Außerdem ist Rügen ein sehr windreiches, bei Surfern sehr beliebtes Revier. Wir haben öfter Windstärken ab 4 aufwärts als darunter erlebt. Wenn es ein paar Tagen weniger blies, wurden die Surfer schon nervös.
Hiddensee haben wir mit dem Fahrrad erkundet. Landschaftlich ist es Rügen sehr ähnlich, nur auf Handtuchbreite geschrumpft. Die Hauptorte Vitte und Kloster sind eine Kreuzung aus Nippesbude und Puppenstube. Wir haben es gesehen.
In der letzten Woche hatte Rasmus, der alte Windgott und Grantler so wie wir Husten und Schnupfen, es wehte nur noch zwischen 5 und guten 7 Bft  und damit keine Dürre entstand, durchsetzt mit kräftigen Schauern. Gut, dass es auf und um Rügen genug zu sehen gibt.
Ist Rügen eine Reise wert? Ja!! Man muss sich aber als Paddler darüber im Klaren sein, dass auch einmal ein paar Tage auf dem Wasser Nichts geht. Die Ostsee ist halt ein sehr großes Großgewässer und schreibt uns rigoros vor was wann geht und wann nicht!
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